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FaceApp: Die Sichtweise von Bernhard Deeken

Der russische Hersteller FaceApp Inc hat vor kurzem die neue App FaceApp auf den Markt gebracht. Im folgenden Artikel erklärt Bernhard Deeken, Geschäftsführer der Deeken.Technology GmbH seine Sichtweise zu FaceApp.


Von Bernhard Deeken Palma de Mallorca

Es ist ja schon in irgendeiner Form interessant, wie plötzlich die ganze Welt über FaceApp redet. Unzählige Artikel im Netz waren für mich ja mal wieder ein Grund mir selbst ein Bild der App zu machen.

Nun mal ein Beispiel aus der Praxis:
Der User macht ein Foto mit seinem Handy. Unabhängig von FaceApp oder nicht wird das Foto unter vielen Bedingungen schon automatisch in die Google bzw. in die iCloud geladen.

Wir verschicken in jeder Minute unzählige Daten im Netz. Einiges bewusst, vieles definitiv aber auch unbewusst. Wo liegen diese Daten am Ende? In fast allen Fällen in irgendeiner Cloud und in den wenigsten Fällen in Deutschland.

Ich finde es irgendwie aktuell ziemlich faszinierend, wie sich nun jeder Gedanken macht, was wohl mit den Fotos bei FaceApp passiert und nebenbei in den Zeitungen faszinierende Artikel hierzu auftauchen. Es werden so viele Daten in der Cloud unabhängig von FaceApp gespeichert, dass man sich mittlerweile mal mehr generell überlegen muss, wie man Cloud auf politischer Ebene behandelt und wie man dann seine eigenen Bürger vor Cloud Gefahren schützt.

Halten wir mal kurz fest. In den USA & China speichern wir aktuell riesige Datenmengen. Nun kommt Russland mit einem Anbieter dazu und ab sofort ist FaceApp dann irgendwie das ganz neue Sicherheitsrisiko.

Ich muss schon sagen, dass mein Unternehmen extrem viel mit Cloud Lösungen macht. Über die Datensicherheit muss man sich in jedem Fall vorher Gedanken machen und dann am Ende abwägen. Aber dass nun seit FaceApp alles schlimmer ist, sehe ich in der aktuellen Form absolut nicht.

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